Gutshof BrauweilerMeindorf gehört zu den vier Orten, die erstmals in der sogenannten Gründungsurkunde der Abteil Siegburg um 1070 erwähnt werden. In dieser Urkunde stattet Erzbischof Anno II. von Köln die Abtei Siegburg mit zwei Bauernhöfen in „Meimendorf“ aus.
Wie bereits bei Buisdorf erläutert, weist sprachgeschichtlich die Endung „-dorf“ auf eine Gründung im 6. Jahrhundert nach Christus während der fränkischen Landnahme hin.
Wie ebenfalls bei Buisdorf ausgewiesen, wird in den ältesten rheinischen Urkunden das Wort „Dorf“ stets für das lateinische „villa“ eingesetzt und weist „auf den grundherrlichen Charakter dieser Siedlungsanlagen“ hin. Im Ortsnamen Meindorf befindet sich der Personenname „Maimo“, eine Kurzform von „Meimbold (Maginbold)“.

 

 

 

 

 

 

Der bislang einwohnermäßig kleinste Ortsteil von Sankt Augustin ist Meindorf. Trotz der Neubaugebiete, die sich um den Dorfkern gebildet haben, blieb der dörfliche Charakter bis auf den heutigen Tag erhalten. Dazu hat sicherlich auch die idyllische Lage des Ortes beigetragen. Inmitten von Siegaue, Feldern, Wiesen, Spazierwegen und einem öffentlichen Grillplatz in der Nähe des Sportplatzes in den Siegauen hat sich hier sehr viel Traditionelles erhalten.
Meindorf blieb über Jahrhunderte eine kleine, abgeschlossene, bäuerliche Siedlung ohne Anbindung an den Fernverkehr oder nur durch einfache Wege mit den umliegenden Orten verbunden.
Besonders stolz sind die Meindorfer auf zwei Traditionen: Jeweils am Sonntag nach Christi Himmelfahrt führen die katholischen Gläubigen eine Prozession eigener Art durch, die sogenannte Gottestracht, die durch Feld und Flur führt. Im Oktober feiern die Meindorfer Ihr Weinfest mit der Krönung einer eigenen Weinkönigin.