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Augustinus, einer der Größten und bedeutendsten Theologen und Kirchenlehrer der westlichen Welt, wird am 13. November 354 in Thagaste (Nordafrika – Algerien) geboren und stirbt 430 als Bischof von Hippo Regius (bei Karthago). Sein Vater, ein Heide, war Beamter und kleiner Landeigentümer. Seine Mutter war engagierte Christin, die spätere Heilige Monika. Nach dem Besuch der Elementarschule und der höheren Schule im benachbarten Madura nahm er in dieser Stadt auch das Hochschulstudium auf. Später studierte er in Karthago, der Metropole des römischen Afrika zu dieser Zeit. Er wurde schließlich Lehrer der Redekunst. Nach seinem sehr ausschweifenden Leben als junger Mensch kommt er schließlich durch seinen Beruf 384 von Rom nach Mailand. Im Herbst 386 kommt es zu seiner Bekehrung. Er gibt seinen Beruf auf und verzichtet auf die Eheschließung mit seiner Braut. Ostern 387 empfängt er von Ambrosius die Taufe. In Hippo Regius, nicht weit von Karthago, wird Augustinus zu einem der geistigen Führer des Abendlandes und zu einem der bedeutendsten lateinischen Kirchenväter. Im Laufe seines Lebens schreibt er über 100 theologische und philosophische Werke.
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Als man für die hiesige Niederlassung der Steyler Mission einen Namen suchte, der dem Programm und der Zielsetzung des Hauses entsprechen musste, gab es mehrere Vorschläge. Ursprünglich wollte man den Apostel Paulus nehmen, letztendlich hat man sich jedoch für den Heiligen Augustinus entschieden.
Viele Nachbarn hatte das Kloster zu dieser Zeit noch nicht. Aber mit der Zeit kamen immer mehr hinzu. Bereits 1921 gelangt das Gebiet zur postalischen Bezeichnung „St. Augustin“. Der ehemalige Bürgermeister Gatzweiler erinnert sich 1994 an die Gebietsreform von 1969: „Somit wurden wir Großgemeinde – es fehlte nur noch der Name. Die Namensgebung war wichtig für die neue Identität, und alle alten Gemeinden mussten sich damit anfreunden können... Am Ende gab es zwei Alternativen: ‚Menden’ oder ‚St. Augustin’. Der Name ‚St. Augustin’ hatte die Besonderheit, nicht zu den sieben Herkunftsgemeinden zu gehören. Es war lediglich die Ortsbezeichnung des ‚Dreiländerecks’ Hangelar-Mülldorf-Niederpleis, zustande gekommen durch die Einrichtung eines Ordenshauses der Steyler Missionare im Jahre 1913 mit dem Heiligen Augustinus als Hauspatron. Durch Mehrheitsbeschluss der Amtsvertretung wurde der Name ‚St. Augustin’ für die neue Großgemeinde festgelegt und im Neuordnungsgesetz von 1969 verankert.“
Als erstes Kunstwerk auf der damals fünf Jahre alten „Marktplatte“, dem heutigen Karl-Gatzweiler-Platz, ließ die Stadt Sankt Augustin 1982 durch die hier ansässige Künstlerin Yrsa von Leistner eine Augustinskulptur errichten. Aus rotem Granit heraus erscheint aus Bronze die Büste des Heiligen Augustinus. Am 16. September 1982 wurde die Skulptur der Öffentlichkeit übergeben. Mit den Worten der Künstlerin sprengt der bedeutende Bischof von Hippo Regius nach weit über 1000 Jahren als Wiedergekommener, Wiedererwachter, die Materie, den Felsen und blickt sowohl staunend als auch weisend in die heutige, unruhige Zeit. Und wie schon Augustinus während seiner Lebzeit als der Große Wegweiser der lateinischen Kirche galt, so – hofft Yrsa von Leistner – nimmt sich ihr Heiliger Augustinus der Stadt Sankt Augustin und ihrer Zukunft – symbolisch gesehen – wegweisend an.
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